ABC-Klassen: Frühzeitige Sprachförderung für bessere Bildungschancen

15.07.2026
Beitrag

Mit den neuen ABC-Klassen in Nordrhein-Westfalen setzt das Land ein starkes Zeichen für frühzeitige Sprachförderung, faire Bildungschancen und einen gelingenden Start in die Grundschule. Ziel ist es, Kinder schon im Jahr vor der Einschulung gezielt dabei zu unterstützen, die deutsche Sprache so sicher zu beherrschen, dass sie dem Unterricht von Anfang an gut folgen können. Damit stärkt Nordrhein-Westfalen die Grundlagen für erfolgreiches Lernen, mehr Teilhabe und bessere Bildungsperspektiven.

Denn, so Hendrik Wüst: „Grundvoraussetzung für erfolgreiches schulisches Lernen ist eine ausreichende Sprachkompetenz, denn ohne sie endet Bildung für viele Kinder, bevor sie so richtig begonnen hat.“

Die ABC-Klassen sind als verbindliche schulische Vorkurse geplant und richten sich an Kinder, bei denen im Rahmen der Schulanmeldung zusätzlicher Sprachförderbedarf festgestellt wird. Dafür soll künftig ein landeseinheitliches Sprachscreening genutzt werden. Zugleich ist vorgesehen, die Schulanmeldung auf das Frühjahr vor der Einschulung vorzuziehen, damit ausreichend Zeit für gezielte Förderung bis zum Schulstart bleibt.

Vorteil des Konzepts: Die Sprachförderung vor der Einschulung lässt sich gut mit dem Alltag der Familien verbinden. Die ABC-Klassen finden ergänzend zur regulären Kita-Zeit statt und stehen unter schulischer Verantwortung. Sie können in einer Grundschule, in einer Kindertageseinrichtung oder an einem anderen geeigneten Ort durchgeführt werden. Auch der Förderumfang ist klar geregelt: Kinder mit entsprechendem Bedarf besuchen in der Regel zweimal pro Woche für jeweils zwei Stunden eine ABC-Klasse. Durchgeführt werden die Kurse grundsätzlich von Grundschullehrkräften sowie von sozialpädagogischen Fachkräften der Schuleingangsphase.