Bild: CDU - Christiane Lang
Familien brauchen Kitas, auf die sie sich verlassen können. Mit der Novelle des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) entwickeln wir die frühkindliche Bildung in Nordrhein-Westfalen konsequent weiter und schaffen die Voraussetzungen für mehr Qualität, Verlässlichkeit und Chancengerechtigkeit in der Kindertagesbetreuung.
Vorgesehen sind weniger Bürokratie, mehr Flexibilität beim Personaleinsatz sowie bessere finanzielle Rahmenbedingungen. Ein Kita-Sozialindex und Chancen-Kitas lenken zusätzliche Mittel gezielt dorthin, wo der Unterstützungsbedarf besonders hoch ist. Mit zusätzlichen Mitteln für die alltagsintegrierte Sprachförderung sorgen wir dafür, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie besonders gebraucht wird. Gleichzeitig investieren wir weiter in die Gewinnung und Ausbildung von Fachkräften und sichern das erfolgreiche Kita-Helfer-Programm dauerhaft gesetzlich ab, damit pädagogische Fachkräfte nachhaltig entlastet werden.
Mit der beschlossenen Reform schaffen wir zudem mehr Verlässlichkeit für Familien. Künftig können Betreuungszeiten flexibler in Fünf-Stunden-Schritten gebucht werden. Verbindliche Kernzeiten mit dem Einsatz qualifizierter Fachkräfte stärken die pädagogische Qualität und sorgen zugleich für ein verlässliches Betreuungsangebot. Gleichzeitig werden dauerhafte Überbelegungen von Gruppen begrenzt und damit bessere Rahmenbedingungen für Kinder und Beschäftigte geschaffen.
Auch die Träger erhalten durch die Reform mehr Planungssicherheit. Das Land stellt dauerhaft zusätzliche Mittel für die Kindertagesbetreuung bereit und stärkt insbesondere die Sprachbildung mit weiteren Investitionen. Die Finanzierung wird zukunftsfest ausgestaltet und gibt den Einrichtungen die notwendige Sicherheit, um gute Bildungsarbeit leisten zu können. Auch die Kindertagespflege wird weiter gestärkt, etwa durch bessere Rahmenbedingungen und eine stärkere Professionalisierung.
Die KiBiz-Novelle ist damit ein wichtiger Meilenstein für die frühkindliche Bildung in Nordrhein-Westfalen. Sie verbindet Qualitätsentwicklung mit der notwendigen Flexibilität angesichts des Fachkräftemangels und setzt zugleich einen klaren Schwerpunkt auf Chancengerechtigkeit. Gute Kitas sind der Schlüssel für gelingende Bildungsbiografien, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und starke Familien.
Die Bedeutung dieser Investitionen zeigt sich auch in den Zahlen: In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Kita-Plätze in Nordrhein-Westfalen auf rund 680.000 gestiegen, gleichzeitig konnten mehr als 123.000 pädagogische Fachkräfte für die frühkindliche Bildung gewonnen werden. Insgesamt steht in diesem Jahr eine Rekordsumme von mehr als 6,2 Milliarden Euro für die frühkindliche Bildung und die Kindertagespflege zur Verfügung.
„Eine verlässliche Kinderbetreuung ist für Familien unverzichtbar. Deshalb müssen wir Kitas stärken, Bürokratie abbauen und dafür sorgen, dass Erzieherinnen und Erzieher mehr Zeit für ihre eigentliche pädagogische Arbeit haben", so Lienesch.

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