Lienesch fordert verlässlichere Kommunikation bei Stadtbahn-Ausfällen

04.09.2026
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Der Landtagsabgeordnete Sascha Lienesch fordert die Stadtwerke Bonn und SWB Bus und Bahn auf, Fahrgäste und Arbeitgeber frühzeitiger und verlässlicher über die Auswirkungen der aktuellen Stadtbahn-Ausfälle zu informieren. In einem Schreiben an den Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bonn, Marco Westphal und die Geschäftsführerin von SWB Bus und Bahn, Anja Wenmakers, macht Lienesch deutlich, dass Informationen über das Verkehrsangebot erst am Vortag aus seiner Sicht nicht ausreichen.

„Die Sicherheit der Fahrgäste und des Fahrpersonals muss immer Vorrang haben. Deshalb war es konsequent und richtig, die betroffenen Stadtbahnen außer Betrieb zu nehmen, nachdem Materialermüdungen festgestellt worden waren, die zu erheblichen Gefahren hätten führen können“, erklärt Lienesch. „Genauso wichtig ist jetzt aber eine verlässliche Kommunikation darüber, wie es weitergeht.“

Neben der Stadt Bonn ist von den Auswirkungen insbesondere auch der Rhein-Sieg-Kreis betroffen. Die Stadtbahnlinie 66 ist für zahlreiche Pendlerinnen und Pendler aus Sankt Augustin und Siegburg eine zentrale Verbindung nach Bonn. Der erneut notwendige Schienenersatzverkehr ab der Haltestelle Vilich stellt für viele Fahrgäste eine zusätzliche Belastung dar.

Hinzu kommt die bereits angespannte Verkehrssituation infolge der Sperrung der Bonner Nordbrücke. „Gerade jetzt brauchen wir einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr, damit sich die Verkehrsbelastung auf den Straßen nicht weiter verschärft. Jeder zusätzliche Ausfall auf der Schiene trifft die gesamte Region“, so Lienesch.

In den vergangenen Tagen haben den Abgeordneten mehrere Zuschriften von Bürgerinnen und Bürgern zur aktuellen Situation erreicht. Auch Arbeitgeber beschäftigen sich mit der Frage, Homeoffice-Regelungen anzupassen oder auszuweiten, um ihren Beschäftigten Fahrten zum Arbeitsplatz zu ersparen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine ausreichende Planungssicherheit.

Lienesch begrüßt deshalb, dass die Stadtwerke bereits Verbesserungen bei ihrer Kommunikation angekündigt haben. Gleichzeitig fordert er, Fahrgäste möglichst frühzeitig über die zu erwartende Betriebslage zu informieren.

„Mir ist bewusst, dass in einer solchen Situation nicht jede Entwicklung Tage im Voraus sicher vorhergesagt werden kann. Aber es reicht nicht, wenn die Menschen erst einen Tag vorher erfahren, welches Angebot am nächsten Betriebstag zur Verfügung steht“, betont Lienesch. „Pendlerinnen und Pendler müssen ihre Arbeitswege organisieren, Familien ihren Alltag planen und Arbeitgeber Entscheidungen über Homeoffice und Anwesenheit treffen. Dafür brauchen sie einen verlässlicheren zeitlichen Horizont.“

Für notwendige Sicherheitsmaßnahmen hätten die Fahrgäste nach Ansicht des Landtagsabgeordneten Verständnis, wenn die Situation transparent und nachvollziehbar kommuniziert werde. „Die aktuelle Situation ist für viele Menschen ausgesprochen ärgerlich. Sicherheit darf aber niemals gegen Verfügbarkeit ausgespielt werden. Umso wichtiger ist eine stringente, transparente und verlässliche Kundenkommunikation. Die Menschen müssen wissen, worauf sie sich einstellen können.“