Junge Menschen sollen die Zukunft stärker mitgestalten

15.10.2026
Beitrag

Nordrhein-Westfalen will Kindern und Jugendlichen mehr Möglichkeiten geben, ihre Interessen einzubringen und politische Entscheidungen mitzugestalten. Mit dem Aktionsplan Jugendbeteiligung setzt die Landesregierung einen weiteren Schwerpunkt auf die demokratische Teilhabe der jungen Generation.

Politische Entscheidungen betreffen häufig unmittelbar die Lebenswirklichkeit junger Menschen. Ob es um Schulen, Freizeitangebote, öffentliche Plätze oder die Entwicklung der eigenen Stadt geht: Kinder und Jugendliche haben eigene Vorstellungen davon, wie ihr Umfeld gestaltet werden sollte. Diese Perspektiven sollen in Nordrhein-Westfalen künftig noch stärker berücksichtigt werden.

Mit dem Aktionsplan Jugendbeteiligung verfolgt die Landesregierung das Ziel, die Mitwirkungsmöglichkeiten junger Menschen weiterzuentwickeln und langfristig zu stärken. Dabei sollen bestehende Beteiligungsstrukturen unterstützt und neue Wege eröffnet werden, damit Kinder und Jugendliche ihre Anliegen aktiv einbringen können.

Eine besondere Bedeutung kommt den Städten und Gemeinden zu. Gerade auf kommunaler Ebene erleben junge Menschen unmittelbar, wie politische Entscheidungen ihren Alltag beeinflussen. Jugendvertretungen, Beteiligungsprojekte und der direkte Austausch mit politischen Entscheidungsträgern bieten wichtige Gelegenheiten, demokratische Prozesse kennenzulernen und selbst Verantwortung zu übernehmen.

Bereits mit der Weiterentwicklung der Gemeindeordnung hat Nordrhein-Westfalen die Beteiligung junger Menschen gestärkt. Kommunen sollen Kinder und Jugendliche bei Vorhaben, die ihre Interessen berühren, angemessen einbeziehen. Der Aktionsplan knüpft an diese Entwicklung an und soll dazu beitragen, Jugendbeteiligung weiter in der politischen Praxis zu verankern.

Der Landtagsabgeordnete Sascha Lienesch sieht in der stärkeren Einbindung junger Menschen einen wichtigen Beitrag für eine lebendige Demokratie:

„Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche. Wer früh erlebt, dass die eigene Meinung gehört wird und man etwas bewegen kann, entwickelt ein besseres Verständnis für demokratische Entscheidungen. Deshalb ist es wichtig, jungen Menschen echte Möglichkeiten zur Mitgestaltung zu eröffnen.“

Entscheidend ist dabei, dass Beteiligung nicht nur auf einzelne Projekte beschränkt bleibt, sondern dauerhaft Bestandteil politischer Entscheidungsprozesse wird. Junge Menschen sollen erfahren können, dass ihre Ideen ernst genommen werden und sie die Zukunft ihrer Heimat aktiv mitgestalten können.