Bild: Boubacker Sahnoun
Soziale Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken – gerade für Kinder und Jugendliche. Gleichzeitig wachsen die Risiken. Mit einem gemeinsamen Antrag setzen sich CDU und GRÜNE im nordrhein-westfälischen Landtag für mehr Schutz und klare Regeln im digitalen Raum ein.
Im Mittelpunkt steht eine altersgerechte Nutzung sozialer Netzwerke. Künftig soll der Zugang zu klassischen Plattformen grundsätzlich erst ab 14 Jahren möglich sein. Für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren ist ein besonderer Sicherheitsmodus vorgesehen – ohne suchtverstärkende Funktionen wie Endlos-Scrolling oder automatische Wiedergaben. Ab 16 Jahren soll die reguläre Nutzung erlaubt sein.
Ein zentrales Anliegen ist zudem eine verlässliche Altersverifikation. Plattformbetreiber sollen stärker in die Pflicht genommen werden, ihre Angebote technisch sicher und altersgerecht zu gestalten. Dabei setzen sich die Fraktionen für eine europaweit einheitliche Regelung ein, um wirksame und durchsetzbare Standards zu schaffen.
„Kinder und Jugendliche müssen sich sicher im digitalen Raum bewegen können. Deshalb brauchen wir klare Regeln für Plattformen und gleichzeitig eine starke Medienkompetenz. Nur so gelingt der Ausgleich zwischen Schutz und digitaler Teilhabe“, betont Sascha Lienesch.
Neben klaren Regeln bleibt auch die Förderung von Medienkompetenz entscheidend. Kinder und Jugendliche sollen befähigt werden, soziale Medien bewusst, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Nordrhein-Westfalen baut dabei auf bestehende Programme und will diese weiter stärken.
Der Antrag macht deutlich: Schutz und Teilhabe müssen im digitalen Raum zusammengedacht werden – damit soziale Medien sichere Orte für junge Menschen bleiben.

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