Polizeiliche Kriminalstatistik 2025

02.03.2026
Beitrag

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zeigt: Sicherheit ist kein statischer Zustand, sondern Ergebnis kontinuierlicher Arbeit. Für Siegburg, Lohmar und Sankt Augustin ergibt sich ein differenziertes Bild. In mehreren Bereichen gehen die Zahlen deutlich zurück, zugleich gibt es einzelne Entwicklungen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern.

Siegburg: Stabile Gesamtentwicklung mit klaren Verbesserungen

In Siegburg bleibt die Gesamtzahl der Straftaten nahezu konstant (-0,12 %). Das ist ein wichtiges Signal in einer Stadt mit hoher Dynamik, starker Innenstadt und vielfältigem Publikumsverkehr. Besonders im öffentlichen Raum zeigen sich positive Effekte konsequenter Polizeipräsenz und Präventionsarbeit.

Deutlich zurückgegangen sind:

  • Rauschgiftdelikte (-28,90 %)
  • Taschendiebstahl (-20,00 %)
  • Straßenkriminalität (-7,66 %)
  • Sachbeschädigung (-6,71 %)
  • Gewaltkriminalität (-6,04 %)

Am stärksten gestiegen sind Raubdelikte (+20,69 %). Gerade bei Raub und Wohnungseinbruch zeigt sich, dass stabile Gesamtzahlen nicht automatisch Entwarnung bedeuten. Einzelne Deliktsbereiche bleiben im Fokus.


Lohmar: Mehr Fälle – aber differenziertes Bild

In Lohmar ist die Gesamtzahl der Straftaten um 15,47 % gestiegen. Das erfordert eine genaue Betrachtung: Der Anstieg betrifft vor allem Eigentums- und Vermögensdelikte. Gleichzeitig zeigen mehrere klassische Kriminalitätsbereiche rückläufige Entwicklungen.

Zurückgegangen sind:

  • Rauschgiftdelikte (-43,75 %)
  • Raub (-81,82 % seit 2023)
  • Körperverletzungsdelikte (-3,88 %)
  • Fahrraddiebstahl (-6,25 %)
  • Ladendiebstahl (-5,88 %)

Am stärksten gestiegen sind Wohnungseinbruchdiebstähle (+58,06 %) und die Erschleichung von Leistungen (+58,33 %). Gerade der deutliche Anstieg beim Einbruch zeigt, wie sensibel dieses Delikt das Sicherheitsgefühl der Menschen berührt. Hier bleibt konsequente Bekämpfung zentral.
 

Sankt Augustin: Deutlicher Rückgang der Gesamtkriminalität

Sankt Augustin verzeichnet einen spürbaren Rückgang der Gesamtkriminalität (-10,68 %). Das ist ein starkes Signal für eine Stadt mit wachsender Bevölkerung. Besonders im Bereich der Alltagskriminalität zeigen sich klare Verbesserungen.

Deutlich zurückgegangen sind:

  • Erschleichen von Leistungen (-91,38 %)
  • Fahrraddiebstahl (-50,37 %)
  • Rauschgiftdelikte (-38,46 %)
  • Körperverletzungsdelikte (-17,20 %)
  • Diebstahl insgesamt (-13,72 %)

Am stärksten gestiegen sind Straftaten im Bereich Taschendiebstahl (+39,39 %). Gerade dieser Anstieg macht deutlich, dass positive Gesamtzahlen nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, wo Handlungsbedarf besteht.

„Die Zahlen zeigen: Sicherheit entsteht nicht zufällig. Wo konsequent gehandelt wird, gehen Straftaten zurück – das sehen wir gerade in Sankt Augustin deutlich. Gleichzeitig dürfen wir steigende Zahlen etwa bei Sexualdelikten oder Wohnungseinbrüchen nicht relativieren. Sicherheit bedeutet für uns: klare Kante gegen Kriminalität, Unterstützung für unsere Polizei und Prävention, wo sie wirkt. Unser Anspruch ist, dass sich die Menschen in Siegburg, Lohmar und Sankt Augustin sicher fühlen – im Alltag genauso wie im öffentlichen Raum.“ so Sascha Lienesch.
 

Einordnung für Nordrhein-Westfalen

Landesweit ist die Zahl der Straftaten um 3 % (-41.680 Fälle) gesunken. Gewaltkriminalität (-1,8 %), Straßenkriminalität (-4,4 %) und Raub (-6,4 %) sind rückläufig. Gleichzeitig steigen Sexualdelikte (+5,2 %) sowie Fälle im Bereich Kinderpornografie (+9 %). Nordrhein-Westfalen ist insgesamt etwas sicherer geworden. Gleichzeitig zeigen die Zahlen klar: Insbesondere Sexualdelikte, Einbruch und bestimmte Formen der schweren Kriminalität bleiben zentrale Herausforderungen.

Die gesamte Statistik für den Bereich der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg finden Sie in den weiterführenden Links unter dem Artikel.